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22.03.2016 00:08
DIN-HiFi
AW: gewohnheitstier

Zitat:
Zitat von Dezibel Beitrag anzeigen
Ich habe seit gut drei Jahren tonal nichts verändert - ob das gesund ist ?
Man kann sogar ruhig länger nichts verändern, solange keine bahnbrechende zu hörende neue Technik kommt.

Edit: Mit dem Umstieg auf Digital ist das meiste getan denke ich. Jetzt wird es nur noch um Lautsprecher und Kopfhörer gehen. Und wenn man sich an etwas angenehmes aus dieser Gerätegruppe gewöhnt hat dann ist es eben auch gut so. Konrad Adenauer sagte einmal: "Keine Experimente". Aber das Herumbasteln und Herumprobieren hat auch einen spielerischen Reiz. Wenn mir jemand sagen würde meine HiFi Anlage oder der Computer für die Digitale Anwendung wäre mein Spielzeug so würde ich ihm einfach Recht geben und gut ist es dann.
05.03.2015 19:23
ra
AW: gewohnheitstier

Zitat:
Zitat von longueval Beitrag anzeigen

dagegen hilft nur neugier
voll zustimm!!!
neugierde macht flexibel.

gruß reinhard
05.03.2015 16:41
longueval
AW: gewohnheitstier

ja, es ist erschreckend, oder eben auch gerade nicht, wie sehr wir durch prägung und das unbewusste gesteuert sind. besonders wenn es um schnelle entscheidungen geht (gefällt gefällt nicht).
bei den ästhetischen mustern ist es die redundanz, die wir dafür vorrätig haben und die leichte abänderung davon, die wir als neuartig empfinden, obwohl sie auf bekannten mustern fußt.

da kommt, zb bei der musik, auch her, wenn wir mit einer musikform mehr oder weniger anfangen können.
das völlig andersartige ergibt keine wiedererkennungsmuster.
wer den groov mit der muttermilch einsaugt, wird mit dem swing nicht glücklich und wehrt sich gegen den 3/4

dagegen hilft nur neugier
05.03.2015 16:29
Stefan A.
AW: gewohnheitstier

Hallo

Ich möchte hier mal den Begriff der Prägung in den Raum stellen. Schon vor der geburt fängt die Prägung an. Auch wenn die Stimme der Mutter im Bauch sehr (ungünstig) bedämpft wird und um Körperschwingungen ergänzt, erkennt das Neugeborene die Mutter an der Stimme. Es ist darauf geprägt. Ein m.M. nach gutes negatives Bsp. dafür: Kinder die mit ständigen Streitereien od. sogar körp. Gewalt konfrontiert werden fallen selbst als Erwachsene in kindliche Verhaltensmuster zurück wenn man sie mit erkennbaren Situationen konfrontiert. Dabei spielt es nicht einmal eine Rolle ob sie persönlich betroffen sind oder die Betroffenen überhaupt kennen (teil der faszination Hartz-IV TV).
Der Mensch hat evolutionär sich immer schon an veränderte Bedingungen anpassen müssen. Aus diesen verschiedenen Anpassungen habe wir uns entwickelt mit allen stärken (?) und Schwächen. Was aber alle menschlichen Fähigkeiten und Voraussetzungen betrifft gibt es Konstanten die evolutionär verankert wurden weil Gleichbleibend. Auch das ist Prägung.

Die maslowsche Bedürfnispyramide gibt da auch schon einen guten Anhaltspunkt über die evolutionäre und persönliche Prägung. Die ev. Prägung bezieht sich dabei auf das Überleben und die pers. Prägung auf das Erleben. Das Erleben kann das Überleben aber modulieren weshalb die nicht körperlichen Bedürfnisse auch mal verutschen können. Ein aktuelles Bsp. dafür ist die Tendenz der letzten Jahre für soziale Anerkennung/Zugehörigkeit die Sicherheit (denke da an die Finanzielle) zu opfern.
http://heinzrobert.com/tag/abraham-maslow/

Lassen wir mal die erste Ebene weg, es sei denn jemand bekommt beim Lesen Herz/Kreislauf Probleme. ;)
Sicherheit erfahren wir in einer geschützten, geborgenen Umgebung. Alles was wir mit dieser Umgebung verbinden, wird uns stärker beeinflussen als z.B. Ästhetik (auch hier kann es zu Ausnahmen kommen, wenn z.B. Ästhetik im kindlich, sozialen Umfeld eine soziale Größe darstellt).
Nur findet eben diese Erkennung meist (gerade in den Ebenen 2 u. 3) nicht vordergründig statt sondern wird vom Gehirn im Hintergrund über Wiedererkennung ausgelöst. Dazu reichen dem Gehirn kleine Details, die vom bewussten Denken erst mal gar nicht wahrgenommen werden müssen.
UND, je mehr es sich um exestenzielle Bedürfnisse handelt, je härter werden diese verteidigt. Wenn diese dann noch unbewusst sind, auch gerne mal mit den wahnwitzigsten Argumenten und Methoden.

LG
05.03.2015 16:25
longueval
AW: gewohnheitstier

sehr
05.03.2015 14:56
Dezibel
AW: gewohnheitstier

Ich habe seit gut drei Jahren tonal nichts verändert - ob das gesund ist ? ...

LG, dB
05.03.2015 14:23
longueval
AW: gewohnheitstier

episode

vor wenigen tagen glaubte ich im ausklingen einer hallfahne ein leichtes bitklimpern wahrzunehmen, hab mich darin verbissen und am dithering herumgeschraubt.

am nächsten tag kam einer der musiker vorbei.
ich hab es ihm vorgespielt in 3 versionen ... er hats nicht gehört ...

und ich hab mindestens 2 stunden daran geschwitzt::
05.03.2015 14:12
longueval
AW: gewohnheitstier

beides
nie bin ich ganz zufrieden, immer stell ich abläufe in frage und probier herum

manchmal muss ich mich richtiggehend zwingen den hut drauf zu hauen und mir einzugestehen

"das hört ohnehin keine sau mehr"

und dann bin ich wieder frustriert, weil meine "geniale" klanglösung wirklich niemand wahrnimmt, selbst wenn ich ganz stolz darauf aufmerksam mache


perlen, PERLEN!

hach!
05.03.2015 14:06
dipol-audio
AW: gewohnheitstier

Zitat:
Zitat von ra
sondern mal schaun, wie virtuell ist unsere "realität"; und wenn jemand spontan "100%ig" rausschießt, fang ich keinen streit an.
Du meinst über Höreindrücke streiten ?

Das macht tatsächlich keinen Sinn, denn die individuellen Realitäten sind ja so beschaffen wie sie sind.

Man kann z.B. beim gemeinsamen Hören nur "suchen" indem z.B. jemand sagt: "Ich habe hier auch noch eine (andere) musikalisch vergleichbare Aufnahme (von einer Bigband z.B.) ... lass' uns die vielleicht mal probieren.

Hört jemand seine eigenen Tonträger in fremder Umgebung, das geht mir glaube ich auch so, dann trägt man "Dinge die man glaubt zu kennen" mit sich. Alle bekannten Details lösen auch Emotionen aus und sind mit bestimmten sehr individuellen Werten verbunden. Was passiert in der fremden Ungebung ?

Können diese Emotionen ähnlich ausgelöst werden oder gar "noch näher an der Essenz" dessen, was ich bisher beim Hören hineingelegt habe ?

Oder werden mir neue Aspekte oder sogar neue musikalische Zusammenhäge klar ?

Ein verspieltes Detail - das vorher "irgendwie unterging" - kann einen musikalischen Gesamtzusammenhang und auch Emotionen auf den Kopf stellen:

Das scheinbar Ernste bekommt evt. eine verspielte Note, aber auch das Umgekehrte kann passieren.

Ein gutes Zeichen ist m.E. immer, wenn sich "größerer Reichtum" mit weniger "Anstrengung" offenbart. Dann ist man "näher beim Hören selbst", so würde ich es sehen.
05.03.2015 13:57
ra
AW: gewohnheitstier

Zitat:
Zitat von longueval Beitrag anzeigen
von mir kenn ich nur ewige ungwissheit, in frage stellen, herumprobieren und verschlimmbessern
diesbez. hab ich mein immunsystem auf vordermann gebracht - im prinzip hör ich seit fast 20 jahren mit derselben gschicht. ein sub kam dazu, der aber meistens ausgeschaltet ist (ohne diesen f3 45Hz, mit raum anfang der 30er).
ich hab einfach festgestellt, dass ich mit sehr vielen anlagen unter den unterschiedlichsten bedingungen glücklich hören kann - vielleicht, weil ich mehr drauf achte, was mir an der anlage gefällt und ich weniger mängelorientiert wahrnehme - mach ich bei menschen auch .
gruß reinhard
05.03.2015 13:49
dipol-audio
AW: gewohnheitstier

Zitat:
Zitat von longueval
von mir kenn ich nur ewige ungwissheit, in frage stellen, herumprobieren und verschlimmbessern

Sprichst Du da jetzt eher in Deiner Rolle als Tonschaffender, der mit seinem Equipment klar kommen muss, oder eher in einer Rolle als "HiFi-Genusshörer" ?
05.03.2015 13:48
maho
AW: gewohnheitstier

Ich finde auch, wichtig ist, dass einem das gefällt, was man hört.

Wenn das Thema Klang zu technisch wird, dann geht für mich der Spass irgendwie verloren.

Und es ist mit Sicherheit wichtiger, dass die Qualität der Musik bzw. der Aufnahme passt, als alle anderen Parameter.

Ich hatte Jahre lang keine Ahnung von Stereodreieck etc. und ich habe trotzdem immer Spaß gehabt beim Hören.
05.03.2015 13:48
ra
AW: gewohnheitstier

das ist ja klar - und ein überfordertes gehirn macht keine freude; ist bekannt.
aber die implikationen, wenn man das weiterdenkt, find ich schon spannend und interessant.
d.h. jetzt nicht sofort wieder umzusetzen versuchen - wie könnte man das bei der konstruktion möglichst perfekter LS einbeziehen etc. - sondern mal schaun, wie virtuell ist unsere "realität"; und wenn jemand spontan "100%ig" rausschießt, fang ich keinen streit an.
gruß reinhard
05.03.2015 13:41
longueval
AW: gewohnheitstier

von mir kenn ich nur ewige ungwissheit, in frage stellen, herumprobieren und verschlimmbessern

ich finde mich also in der heilenden haltung einer krankheit gegenüber, die ich selbst verursache ---

nennt man das dann hobby oder eingebildeter kranker
05.03.2015 13:26
dipol-audio
AW: gewohnheitstier

Man könnte scherzhaft sagen:

Wir sind alle "Adaptierte", mit unseren Anlagen daheim.

Trotzdem gibt es vielleicht mehr oder weniger "glücklich Adaptierte":

Der "weniger glücklich" Adapierte hat aufgrund von Hörermüdung nach einer gewissen Zeit keine Freude mehr am Hören.

Der "glücklicher Adaptierte" freut sich schon auf's Hören und andere müssen ihn eventuell gelegentlich aus dem Hörsessel trommeln, denn für sich allein findet er oft kein Ende ...

Eine vernünftge Anlage und eine "gutes" Lautsprecher/Raum System erleichtern eine "glückliche Adaption".
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